eine Welle beginnen

Über diese Idee stolpere ich immer wieder, bei allen möglichen Menschen, die schreiben - über Lifestyle, Achtsamkeit, Glück.

Es geht darum, irgendeinem Menschen eine Freude zu machen und ihn anzuregen (oder auch nicht!), wieder seinerseits eine Freude weiter zu geben... um damit bestenfalls eine kleine Welle von Freude in Bewegung zu bringen, die die Welt ein kleines bisschen freundlicher und damit dann auch friedlicher macht.

 

Seit 4 Wochen versuche ich es nun, um heute vor einer Herausforderung oder sollte ich besser sagen Gelegenheit zu stehen, an der ich erst einmal gescheitert bin. Das Scheitern war mein Zögern, meine Gedanken, die mir einen Strich durch den spontanen Impuls gemacht haben: Wie jeden Freitag stehe ich am Wagen des Vilstalschäfers, um Yoguth und ähnliches fürs Wochenende zu kaufen. Vor mir ein Mann, keine Ahnung wie alt, vielleicht Italiener, Grieche oder auch anderer Südländer mit einem für mich schönen Akzent. Um es abzukürzen, für das 2 Stück Fleisch ist in der Geldbörse nicht mehr genügend drin. Spontan möchte ich sage, das übernehme ich mit - die Woche war gut, warum nicht?! Aber dann ruft es schon in meinem Kopf: halt, vielleicht fühlt er sich damit unwohl, vielleicht sieht das gönnerhaft aus... bla, bla, bla... so verstreicht diese Gelegenheit. Er läßt einen Teil seiner schon gezahlten Sachen gedankenverloren stehen und so kann ich ihm wenigstens hinterher rufen und ihm die Sachen schließlich in den Korb packen. Als Dank bekomme ich ein wunderschönes Lächeln und einen offenen und ehrlichen Blick... den ich meinerseits weitergebe an jede Kassiererin, auf die ich treffe - als bewusstes: Du bist gesehen, danke, dass Du diese Arbeit machst, danke, dass auch du zu mir freundlich bist...

 

Ich weiß genau, das Leben wird mir weitere Gelegenheiten schicken und vielleicht kann ich dann über meine Schatten springen?! Ich werde es versuchen :-)